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Family Resort Rainer in Sexten

Rainer 1976

Baugeschichte:

Die hohe touristische Nachfrage erforderte im Jahr 1976 eine Erweiterung der Pension Rainer 1964. Ein moderner Hotelbau mit 80 Betten sollte entstehen und mit folgenden klaren Vorgaben suchten Willi und Agnes Rainer ein Planungsbüro:

  1. Alle Zimmer zur Südseite
  2. Alternativer Baustil zum „allerorts üblichen Tirolerstil“
  3. Viel Licht

Die Wahl fiel schnell auf den jungen österreichischen Architekten Peter Thurner, welcher soeben sein Studium an der TU-Graz abgeschlossen hatte und somit völlig „unverbraucht“ an die Gestaltung und Umsetzung des Projektes heranging.

Baupläne Hotel RainerHotel RainerHotel Rainer BauphaseHotel Rainer Presse

Im Halbrund wurde ein Terrassenbau mit Holzleimbindern errichtet. Die gesamte ebenerdige sowie die oberste Etage wurden völlig offen und großzügig gestaltet. Einzig die Küche sowie Serviceräume erfuhren eine räumliche Begrenzung. Im 1. und 2. Untergeschoß wurden 20 Standard-Doppel-Zimmer errichtet, im 3. Untergeschoss mit direktem Zugang zum Garten entstanden Familienzimmer. Alle Zimmer wurden mit einem großen Südbalkon bzw. –terrasse ausgestattet. Das erste Hallenschwimmbad und die erste Saunaanlage in Sexten entstanden. Die Fassadengestaltung mit Lärchenholzschindeln wurde als verbindendes Element mit der unmittelbaren landschaftlichen Begebenheit gewählt.

Absolut neu für die damalige Zeit war die Großzügigkeit, mit welcher das Haus konzipiert war: weites Entrée, fließender Übergang von Bar- in Restaurantbereich, breite Etagenflure, Familien(!)Zimmer, farbige Bäder (grün, braun, blau), besonders große, abgeschlossene Balkone und wie gesagt ein Schwimmbad.

 

Bauphase Family Resort Rainer in SextenBaugeschichte Hotel RainerBaugeschichte
Die einschlägige Fachpresse berichtete:

Seither hat sich das Haus ständig weiterentwickelt. Im Jahr 1989 stand die Renovierung der „Pension Rainer" an. Aus ökonomischen und auch emotionalen Gründen, immerhin war die „Pension“ das Urhaus der Rainers, entschied man sich gegen die ursprüngliche und sicherlich richtige Idee von Arch. Peter Thurner, den Halbrund fortzuführen. So wurde das Stammhaus nicht abgerissen, sondern erfuhr einen umfassenden zweckmäßigen Umbau und Ausbau.

 

Nach dem überraschenden Ableben unseres Freundes Peter Thurner, entschieden wir 2007 den Neubau der viel zu klein gewordenen Schwimmbad- und Saunazone dem Architekturbüro Plasma studio zu übertragen. Grundriss und Fassadengestaltung wurden konzipiert und die Ausführung im weiteren Verlauf an Architekt Markus Tauber übertragen, welcher mit besonderem Feingefühl für Form und Materialien den Umbau durchführte. 2013 wurde die oberste Etage erweitert. Plasma studio hat sich, auf das ursprüngliche Konzept aus dem Jahr 1976 besonnen und versucht, die Raum- und Farbgebung eindeutig beizubehalten bzw. wiederzugewinnen. So bemerkt man heute kaum, daß man in völlig neuen Räumen steht.

 

Für die Zukunft haben wir uns das auch zum Credo gemacht: Das, was gut und unverwechselbar im Rainer 1976 war, soll unbedingt erhalten und weiterentwickelt werden. Gewiss wird zukünftig manches „rückgeführt“, sodass das Rainer wieder den Status der architektonischen Unverwechselbarkeit einnimmt, dem man ihm schon vor Jahren nachgesagt hat.

 

Es bleibt spannend ...

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